19Apr/18

News aus den Hochschulen

Quelle: e-teaching.org-Blog Autor: e-teaching.org-Blog

Über diese und weitere Themen berichten wir diese Woche: Creative Commons startet Zertifikatsprogramm zum Einsatz von CC-Lizenzen, Universität Duisburg-Essen erhält Förderung zur Stärkung von Open Access Publikationen in den Geistes- und Sozialwissenschaften, Stifterverband und der Hochschulrektorenkonferenz schreiben Ars legendi-Preis zum Thema Innovatives Prüfen aus und HND-BW veranstaltet virtuelle Ringvorlesung zum Thema Lernmanagementsysteme.

19Apr/18

Open Pedagogy Notebook

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

„This website is designed to serve as a resource for educators interested in learning more about Open Pedagogy“, heißt es einladend. Grundlage von Open Pedagogy (Notebook) sind die Prinzipien von Open Educational Resources (OER), die 5R’s und Offene Lizenzen, aber dann geht es um praktische Anwendungsfälle und Austausch. Die Seite scheint noch relativ neu zu sein. Der Grundsatzartikel „What is Open Pedagogy?“ ist empfehlenswert. Er spannt einen weiten Bogen, nicht nur zu OER, sondern zu „learner-centered approaches to education“, zu „constructivist pedagogy, connected learning, and critical digital pedagogy“.

Am Ende zählen die Initiatoren, Robin DeRosa und Rajiv Jhangiani, einige Beispiele für Open Educational Practices auf:

„- Adapt or remix OERs with your students. …
– Build OERs with your students.
– Teach your students how to edit Wikipedia articles. …
– Facilitate student-created and student-controlled learning environments. …
– Encourage students to apply their expertise to serve their community.
– Engage students in public chats with authors or experts.
– Build course policies, outcomes, assignments, rubrics, and schedules of work collaboratively with students.
– Let students curate course content. …
– Ask critical questions about “open.” …“

Ich werde Open Pedagogy Notebook mal auf dem Radar behalten.
Robin DeRosa und Rajiv Jhangiani, April 2018

18Apr/18

Das erste scil Interaktiv-Webinar im Rahmen des neuen Zertifikatprogramms

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Die scil-Experten berichten hier ausführlich über ein neues Veranstaltungsformat, mit dem sie gerade experimentieren: ein interaktives Webinar. Das heißt, sie haben sich an zwei Terminen vier Stunden lang online mit den Teilnehmern ihres Moduls „Gamification & Motivationsdesigns“ organisiert. Ein „wirklich interaktives, abwechslungsreiches, anwendungsorientiertes und nachhaltiges“ Webinar zu gestalten, lautete die Vorgabe. Bei vier Stunden eine organisatorische und didaktische Herausforderung! Genutzt wurde die Meeting-Software Zoom, die vor allem im englischsprachigen Raum gerne und häufig eingesetzt wird.

In ihrem Erfahrungsbericht geht Sinah Scheu die einzelnen Stationen der Learning Journey systematisch durch: vom Onboarding der Teilnehmer bis zum abschließenden Wrap-up. Schließlich fasst sie das Ganze in einzelnen „Key Learnings“ noch einmal zusammen. So ist eine interessante, hilfreiche Vorlage entstanden. Danke!

„Im Gegensatz zu Präsenzseminaren, erfordert die Durchführung von Webinaren den besonderen Fokus auf digitale Tools, eine neue Art die fokussierten Arbeitsphasen zu unterstützen, strukturierte Orientierungshilfen für die Teilnehmenden und die Lernbegleitung in einer anderen Art und Weise.“

Sinah Scheu, scil-Blog, 17. April 2018

Bildquelle: scil

18Apr/18

Bin dabei! re:publica Panel zu „Können Making, Open Source und Design die Schule von morgen inspirieren?“

Quelle: Sandra Schön Autor: sansch

 

Ich freu mich sehr darauf, mit Dejan Mihajlović, Melanie Stilz und Christine Kolbe zum Frage „Können Making, Open Source und Design die Schule von morgen inspirieren?“ auf der re:publica zu diskutieren. Ich befürchte, es wird nicht sehr kontrovers 😉

  • Dejan Mihajlović, Melanie Stilz und Sandra Schön (2018). Panel-Diskussion zur Frage „Können Making, Open Source und Design die Schule von morgen inspirieren?“ re:publica 2018, 4. Mai 2018, Berlin.
17Apr/18

„Blockaden im Kopf lösen“: Bottom-Up Digitalisierung @ Chinese University of Hong Kong

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Jürgen Handke hat eine Woche an der Chinese University of Hong Kong verbracht und darüber ein Reisetagebuch beschrieben. Die Themen: (natürlich) Digitalisierung der Lehre, Flipped Classroom, Lehr-/ Lernvideos, OER, Lernapps. Seine Eindrücke: Begeisterung für das Thema Digitalisierung allerorten, große Motivation und die Bereitschaft zu teilen und zu kooperieren. Sein Fazit:

„So fliege ich mit gemischten Gefühlen heim. Auf der einen Seite die große Begeisterung für die Digitalisierung und das Vorhandensein aller Elemente und Strukturen in Hongkong; auf der anderen Seite die großen Probleme zu Hause. In Deutschland macht man genau das nicht, was anderswo und zumal in Hong Kong Standard ist: Man teilt häufig nicht, man kooperiert nur zögerlich, man redet von Strategien und Herausforderungen, man diskutiert Risiken und setzt den Fokus bei der Digitalisierung auf einen Top-Down-Prozess. (Und während ich diese Zeilen schreibe, wird Unsinn-Verbreitenden Ignoranten wie Manfred Spitzer im Deutschlandfunk auch noch eine Bühne gegeben). So wird das nichts mit der Digitalisierung der Lehre.“

Jürgen Handke, Hochschulforum Digitalisierung/ Blog, 6. April 2018

Bildquelle: Jürgen Handke/ Digitalisierung der Lehre (YouTube)

16Apr/18

MOOCs in Hochschule und Betrieb: Sieht so das Lernen der Zukunft aus?

Quelle: Weiterbildungsblog Autor: jrobes

Jörn Loviscach (FH Bielefeld) gibt einen schönen fundierten Überblick über die MOOC-Entwicklung und -Szene: von den Anfängen und großen Versprechungen, über das Experimentieren mit verschiedenen Geschäftsmodellen und Angebotsformen bis zur Frage nach der aktuellen gesellschafts- wie bildungspolitischen Einordnung von MOOCs.

Vielleicht ist gerade der letzte Punkt – im Artikel überschrieben mit „Unklare Wirkungen auf die Arbeitswelt“ – der interessanteste: Jörn Loviscach stellt hier MOOCs in den Kontext einer „virtualisierten und prekarisierten Arbeitswelt“, stellt Verbindungen zu Crowdworking, Startups und verschiedenen Formen der Selbstausbeutung her und denkt an Bewerber, die für ihren Lebenslauf zukünftig MOOC-Zertifikate wie früher Praktika sammeln. Ob man dann noch vom „Lernen der Zukunft“ sprechen sollte, ist wirklich die Frage.

Der Artikel ist übrigens in DENK-doch-MAL.de erschienen, einem Online-Magazin von Verdi und IG Metall. Die Ausgabe 2/2018 ist ganz dem Thema „(Berufliches) Lernen in digitalen Zeiten“ gewidmet. Vielleicht schaffe ich es noch, auf weitere Artikel dieser Ausgabe einzugehen. Es scheint sich zu lohnen.
Jörn Loviscach, DENK-doch-MAL.de, 2/2018